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 Kampfsport

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Scathan
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BeitragThema: Kampfsport   Mi Okt 12, 2016 10:06 am

Hallöle,

ich dachte mir, ein allgemeines Thema zum Kampfsport wäre ganz gut, um sich über alles auszutauschen und Fragen zu stellen, statt zu jeder Kampfsportart ein eigenes Thema zu eröffnen.

Also, was haltet ihr von Kampfsport, welche mögt ihr besonders oder gar nicht und macht ihr selber etwas in dieser Richtung?

Ich selbst bin ein wahrer Freak, was das angeht. Insgesamt mache ich nun seit sieben Jahren Kampfsport, davon anfangs drei Jahre Judo, dann habe ich sehr lange herumprobiert und mir Kung Fu, Arnis, Europäischen Schwertkampf, Krav Maga, Boxen und Taekwondo angesehen, ehe ich beim Kickboxen hängenblieb. Aber ich unterteile das mal und erläutere meinen Werdegang.

Zum Judo. Da war ich etwa elf Jahre alt und wurde von meiner Oma dazu gebracht, weil sie wollte, dass ich mich verteidigen kann. Am Ende habe ich viel gelernt und kam bis zum orange-grünen Gürtel, aber verteidigen konnte ich mich mit Judo nie. Fallschule war sehr hilfreich, auch für weitere Kampfsportarten. Und auch ein paar Haltegriffe und Würfe habe ich behalten und nutze dieses Wissen teilweise heute noch. Aber ich muss zugeben, dass mir Judo nie wirklich viel Spaß gemacht hat und ich immer nur mit Kopfschmerzen nach Hause gegangen bin und auch null motiviert war, regelmäßig zum Training zu gehen. Irgendwann ging ich dann gar nicht mehr, bis meine Mutter mich endlich abmeldete.

Die Zeit danach war ich willig, alles auszuprobieren - meine Mutter weigerte sich aber, mir weiterhin irgendetwas zu bezahlen, da ich 'ja sowieso nicht hingehen würde'. Ich habe mir also Kung Fu angesehen, fand es zu langweilig und in dieser Breitensportform zu unpersönlich. Arnis, also Stockkampf, hat mir ganz gut gefallen, konnte ich mir aber auf Dauer nicht vorstellen. Die beiden Dinge waren aber auch zu teuer.

Folgend habe ich im Rahmen des Larps mit einem Freund Schwertkampf gemacht, was mir echt gefallen hat und auch super und kostenlos war - nur zog dieser Freund dann leider weg.

Und dann kam ich in den Verein, der nun seit fast drei Jahren mein zweites Zuhause ist. Dort sah ich mir Kickboxen an und fand das Training sogleich genial - es war hart, es war streng, es war fordernd. Natürlich bin ich geblieben und habe mir einen Nebenjob gesucht, um das Training selbst zahlen zu können.
In diesem Verein habe ich noch Krav Maga, traditionelles Boxen und Taekwondo ausprobiert und mache alles davon noch immer wie ich Lust habe, aber Kickboxen wurde quasi mein Haupthobby.

Ich trainierte 3-4 Mal die Woche, kam bald in den Wettkampfkader, holte mir Titel wie Westdeutscher Meister und deutscher Vizemeister und schlitterte nur aus Kostengründen an der WM vorbei. Heute habe ich den blauen Gürtel, mache im Dezember braun, fungiere als Hilfstrainer oder leite eigene Stunden und will nach einer langen Pause auch wieder in die Wettkämpfe einsteigen. Ich liebe Kickboxen.

Es ist recht einfach zu lernen und geeignet für jeden. Man kann sich damit verteidigen, man bleibt mehr als fit, es macht Spaß. Viele Techniken gibt es nicht, aber eine einzige zu perfektionieren ist schon schwer. Es gibt viele Möglichkeiten und Stile, welche die fehlenden Techniken ausgleichen. Ich muss gerade enorm an meiner Beweglichkeit arbeiten und hoffe sehr, nächstes Jahr den schwarzen Gürtel zu erreichen.

Parallel trainiere ich während meiner Zeit in der Kaserne noch Muay Thai, sprich wie Kickboxen nur plus Ellenbogen- und Knietechniken. Es ist sehr viel Grundlagentraining, mein Trainer macht das freizeitlich und kostenlos und merzt mir gerade mehr meine Fehler aus, als mir wirklich Muay Thai beizubringen. Aber es ist super und hat mein Kickboxen sicherlich geprägt.

Soo, das war jetzt viel Text. Wie sieht's bei euch aus? (:
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BeitragThema: Re: Kampfsport   Mi Okt 12, 2016 1:10 pm

Ist ja hammer was du alles schon geschafft hast!
Wenn du so gut bist, könntest du das doch auch richtig professionell machen, sprich, von Wettkämpfen und Unterricht leben?

Ich dagegen habe nur ein paar Jahre Taekwondo gemacht. Hat mir schon viel Spaß gemacht.
Ich hatte dann den grünen Gürtel, als ich schließlich aufhören musste, weil es zeitlich mit dem reiten plus Gitarre nicht mehr geklappt hat. War schon enorm schade, aber man kann leider nicht beliebig viele Dinge bis zur Perfektion trainieren, und ich habe ja durch meine eigenen Pferde dann Verantwortung zu übernehmen. Ärgerlich war es deshalb, weil man von Taekwondo (so hatte ich den Eindruck) eigentlich erst ab dem blauen Gürtel wirklich was hat. Am Anfang gerade ist es recht monoton diese Bewegungsabläufe ständig zu wiederholen, aber da muss man halt erstmal durch. Später habe ich auch gemerkt, dass es sinnvoll und notwendig ist.
Ich war zweimal pro Woche beim Training und wurde auch immer gleich angemotzt wenn ich mal einmal nicht konnte - war aber gut, Disziplin muss sein. Ansonsten war der Trainer aber sehr gnädig mit mir, weil ich durch die Übungen fürs Reiten (Joggen, Bauchmuskeltraining, Dehnübungen) für einen Anfänger recht beweglich und ausdauernd war. Und von strengen Menschen ist Lob nochmal mehr wert. Es würde mich schon reizen, wieder anzufangen, aber heute hat das noch weniger Zukunft als zur Schulzeit.

Für alles andere wie Kickboxen oder Judo müsste ich mindestens eine Dreiviertelstunde fahren, wobei Judo ohnehin eher nicht in Frage kommt und ich mit Taekwondo an sich sehr zufrieden war. Da käme ich nach wie vor mit Fahrrad hin. Hmm diese Versuchung

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Scathan
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BeitragThema: Re: Kampfsport   Mi Okt 12, 2016 2:48 pm

Nein, eher nicht.
Davon leben können in den meisten Fällen nur Kämpfer wie Klitschko, aber nicht der normale Danträger. Selbst, wenn ich Weltmeister werden würde, wären da noch ungefähr 300 andere, die diesen Titel in demselben Jahr ebenso bekommen. Es gibt ja verschiedene Großvereine und viele Gewichts- und Altersklassen. Da ist ein Titel keine Besonderheit.
Den Trainerjob kann und werde ich aber nebenberuflich machen, eventuell ein paar Euro dazuverdienen, aber es geht mir da mehr um den Spaß an der Sache.

Taekwondo finde ich immer toll anzusehen, war da auch auf vielen Wettkämpfen und lerne selber Taekwondo, allerdings eben nur den Kampfstil - keine Formen. Und die Formen waren es auch, die mich eher davon abgebracht und zum Kickboxen gezogen haben. Da gibt es so etwas nicht.

Vielleicht findest du ja irgendwann wieder die Zeit und den Spaß am Taekwondo. Probiere es doch noch einmal aus, wenn dich die Versuchung schon gepackt hat?

Und ich muss zugeben, dass mir gerade diese Disziplin richtig gut gefällt. Mein Trainer war sehr streng und fordernd im Training, nur hört er Ende des Jahres auf und hat irgendwie keine Motivation mehr, was wirklich schade ist. Das macht das Training maßgeblich schlechter.
Mein Muay Thai Trainer ist dagegen viel ruhiger, spricht weniger, brüllt nie herum, aber wenn man irgendwie lacht wenn jemand was falsch gemacht hat oder flucht setzt es Liegestütze und Laufen bis Ende der Stunde. Ich kann kaum sagen, wer von beiden der bessere ist.
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BeitragThema: Re: Kampfsport   Sa Okt 15, 2016 10:04 pm

Als ich meinen Eltern damals erklärt habe, dass ich gerne Kampfsport trainieren würde, war ihre Reaktion mich und meine kleine Schwester in einen eintägigen Kurs zu stecken dessen Hauptinhalt aus möglichst laut "Ich kenn Sie nicht, ich gehe nicht mit!" schreien bestand. Zu ihrer Verteidigung, zu dem Zeitpunkt war ich erst sieben oder acht :)

Bis ich tatsächlich erreicht hatte, dass ich mir endlich einen Verein anschauen durfte, gingen noch ein, zwei Jährchen ins Land. Und dann schaute ich mir wirklich alles an, was unsere kleine Stadt zu bieten hatte. Shaolin Kung fu, Kuk Sool Won, Jiu Jitsu, Judo, ja sogar Fechten. Nur Kickboxen blieb mir weiterhin verboten, da war meinen Eltern das Verletzungspotential weiterhin zu hoch, aber da der Verein nur ein Jahr später pleite ging war es kein großer Verlust.

Von all diesen Kampfsportarten entschied ich mich schließlich für Judo, was ich allerdings nur knapp ein Jahr durchhielt. Das Problem war nicht, dass es mir kein Spaß machte, aber ich trainierte eben mit allen anderen Anfängern, von welchen die meistens etwa halb so groß waren wie ich, das Alter der Gruppe begann nämlich bei 6. Und wenn man einen Wurf an jemanden üben soll, welcher einem selbst knapp bis zum Bauch geht, hat man auch nicht so wirklich das Gefühl als würde man den Wurf wirklich lernen. Oder jedenfalls ging es mir oft so.

Aber schließlich fand ich zu dem Sport, welchen ich nun seit gut vier Jahren praktizieren: Dao Wing Chun.
Die Kampfkunst erschien mir zunächst recht ungewöhnlich, es gibt beispielsweise zwar Grade die man erreichen kann, aber überhaupt keine Wettkämpfe, aber der Sport gefällt mir bis heute sehr gut. Mittlerweile trainiere ich auf den sechsten Grad hin, gehe aber leider auch nur noch ein Mal die Woche zum Training.
Allgemein ist das Training recht locker, man kann nebenbei auch schon Mal mit dem Partner oder auch dem Trainier scherzen. Wenn man es übertreibt oder Anweisungen missachtet werden trotzdem Liegestütze verteilt und Sprüche wie "einer lacht noch, dann könnt ihr auch noch" sind beim Konditionstraining an der Tagesordnung.

So viel zu meiner bisherigen Erfahrung mit Kampfsport.

In der Zukunft hoffe ich, irgendwo mal einen Verein für Schwertkampf zu Finden und auch Kickboxen reizt mich nach wie vor :)
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